DART Consulting | Woran scheitern Veränderungsprozesse – Impuls 4: „Zu früh gefreut“
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Woran scheitern Veränderungsprozesse – Impuls 4: „Zu früh gefreut“

Woran scheitern Veränderungsprozesse – Impuls 4: „Zu früh gefreut“

15:30 22 Oktober in Allgemein, Change Management

„Wir hatten vor einigen Jahren eine große Beratungsfirma bei uns in der Stadtverwaltung. Da wurde viel Geld ausgegeben. Insgesamt kann man aber sagen, dass es uns gelungen ist, die damals eingeführten Veränderungen inzwischen wieder, vielleicht von ein paar Ausnahmen abgesehen, rückgängig zu machen.“

Fake? Nein. Wortwörtlich mir gegenüber in einer Diskussion über „Veränderungsprozesse“ geäußert. Auf meine Nachfrage hin wurden typische Versäumnisse deutlich, die mit Veränderungsprozessen einhergehen, egal ob extern begleitet:

  • Der Veränderungsprozess war intern schlecht verankert und vorbereitet
  • Die externe Beratungsfirma agierte sehr unabhängig von den eigentlichen Auftraggebern
  • Die „Anschlussfähigkeit“ getroffener Maßnahmen an das Unternehmen (in diesem Fall eine Stadtverwaltung) war deshalb nicht sichergestellt
  • Die Umsetzung der Maßnahmen wurde nicht als wesentlicher Teil der Veränderung gesehen und somit nicht machtvoll beauftragt

 

Denn was war geschehen? Nachdem das Beratungsunternehmen seinen Auftrag abgeschlossen hatte, stand die Personalabteilung vor der Aufgabe, den vielfach nicht gewollten Veränderungsprozess in seiner Umsetzung zu begleiten. Selbst aufgeschlossene Mitarbeitende, die anfangs mit viel Elan am Werke waren, verloren schnell die Motivation. Letztlich wollte man es sich mit seinen Kolleginnen und Kollegen ja nicht verderben…

Wenn Veränderungen tatsächlich stattfinden sollen heißt das, im Budget insbesondere die Phase der Implementierung und damit die Verankerung in der Unternehmenskultur zu berücksichtigen. Erste kleine Erfolge, oft noch initiiert und begleitet von externen Beratern, dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, wie stark das Beharrungsvermögen von Menschen bzw. Gruppen von Menschen ist.

Maßnahmenplanung steht am Anfang, dann braucht es eine angemessene Begleitung durch unabhängige, starke Gremien (z.B. eine Kombination von internen Prozessverantwortlichen und externen Beratern), um den Weg in die Zukunft Nachdruck zu verleihen.

Eine Illusion ist es, zu glauben, dass Veränderungen linearer ablaufen. Die Realität sind eher Wellenbewegungen und Ziel sollte es sein, dass es innerhalb der Wellenbewegungen eine Tendenz nach oben i. S. der gewünschten Veränderung gibt.

 

Ulrich Balde, Oktober 2018

 

 



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