DART Consulting | Führung zwischen Tür und Angel – Auch in kurzen Mitarbeitergesprächen können viele gute Ideen entstehen
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Führung zwischen Tür und Angel – Auch in kurzen Mitarbeitergesprächen können viele gute Ideen entstehen

Führung zwischen Tür und Angel – Auch in kurzen Mitarbeitergesprächen können viele gute Ideen entstehen

15:06 19 Mai in Allgemein, Führung

Kennen Sie das? – Als Führungskräfte sind Sie in immer mehr operative Tätigkeiten eingebunden. Bei ausgedünnten Personaldecken ist das ein Zustand, der auch in Zukunft Bestand haben wird. Gleichzeitig ist Ihnen bewusst, dass „Führen“ in erster Linie das Gespräch mit Mitarbeitern ist. Wann aber dafür Zeit nehmen? Wie in das operative Tagesgeschäft einbauen?

Eine Möglichkeit besteht darin, sich erst einmal vom Druck perfekter Gespräche zu befreien. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn derartige Unterredungen in einem angemessenen Verhältnis zu Ihrer operativen Tätigkeit stehen.

 

Folgende Entlastungsfragen helfen Ihnen grundsätzlich weiter:

  1. Ist überhaupt ein Gespräch notwendig?

Nein: Kein Gespräch. Wenn ja, dann

  1. Muss ich das Gespräch wirklich führen?

Nein: Delegieren. Wenn ja, dann

  1. Kommt dieses Gespräch selten vor?

Nein: Standardisieren. Wenn ja, dann

  1. Muss das Gespräch jetzt geführt werden?

Nein: Terminieren. Wenn ja, dann

  1. Gespräch in angemessenem Zeitrahmen führen und anschließend optimieren.

 

Das situative Mitarbeiter-Kurzgespräch

Dieses, bis zu zwei Minuten dauernde, Gespräch gehört zur täglichen Routine jeder Führungskraft. In den meisten Fällen werden diese Gespräche spontan aus der Situation heraus geführt. Bitte prüfen Sie, ob Sie die Güte der Kurzgespräche und deren Ergebnisse steigern können und wollen.

Welches Potenzial in dieser Gesprächsform steckt, wird Ihnen bewusst, wenn Sie einmal einen typischen Arbeitstag Revue passieren lassen und dabei die Minuten addieren, die mit Gesprächen dieser Art verbracht werden.

 

Meist finden diese Gespräche bei Rundgängen durch den eigenen Verantwortungsbereich oder durch das Unternehmen statt. Bevor Sie sich auf den Weg machen, ist es sinnvoll eine Minute in die Vorbereitung zu investieren:

  1. Wo genau gehe ich hin?
  2. Wen werde ich treffen, bei dem ein Kurzgespräch ansteht?
  3. Wie gehe ich vor? (Einsatz der Entlastungsfragen)
  4. Welche Fragen stelle ich? (90 Sekunden fragen und zuhören)
  5. Eine wichtige Botschaft für den Mitarbeiter (30 Sekunden reden)

 

Wenn es doch länger dauert, ist es richtig, das Gespräch zu terminieren und an Ihren Arbeitsplatz zu verlagern. Warum? Nun, wenn Sie sich länger bei einem Mitarbeiter für ein Gespräch aufhalten, haben Sie sehr schnell eine Warteschlange von Mitarbeitern, die ebenfalls die „günstige“ Gelegenheit zu einem Gespräch nutzen wollen.

 

Das moderierte Mitarbeiter-Kurzgespräch

Diese Gesprächsform geht von einem Zeitbudget von maximal 30 Minuten aus. Diese Zeit sollte keinesfalls überschritten werden. So ganz nebenbei trainieren Sie damit Ihre eigene Zeitdisziplin und die Ihrer Mitarbeiter.

 

Insbesondere, wenn Sie eine kontinuierliche Veränderung anstreben, hat sich diese Gesprächsform bewährt. Sie geht davon aus, dass große Veränderungen am besten in kleinen Schritten angegangen werden.

 

So gehen Sie vor:

  1. Welches größere Thema will ich mit diesem Mitarbeiter anpa-cken?
  2. Welche Teilthemen, die jeweils in 30 Minuten zu bearbeiten sind, lassen sich daraus formulieren? – Sind diese Teilthemen vom Mitarbeiter bearbeitbar? – Eigenen sie sich für rasche Erfolge?
  3. Wie viele Mitarbeitergespräche werde ich demnach ansetzen?
  4. Wann informiere ich den Mitarbeiter und welche Informationen braucht er im Vorfeld?

 

Im Gespräch selbst kommt es dann auf Ihre straffe Moderation an. Die im Folgenden genannten Zeitwerte mögen Sie auf den ersten Blick erschrecken. Unter realistischen Bedingungen sind sie jedoch in der Praxis geprüft und für machbar befunden.

 

So gehen Sie vor:

– Welche Ergebnisse liegen zu Fragen des letzten Meetings vor? (Zwei Minuten)

– Wie lautet unser heutiges Thema? (Eine Minute)

– Welchen Soll-Zustand streben Sie dazu an?

– Welche Ideen haben Sie, um den Soll-Zustand zu erreichen? (Zehn Minuten)

– Welche davon setzen Sie am einfachsten / kostengünstigsten / schnellsten um? (Zwei Minuten)

– Was machen – wie – Sie – ab / bis wann? (Vier Minuten)

– Woran erkennen wir erfolgreiches Umsetzen im nächsten Meeting? (Eine Minute)

– Welchen Nutzen hat erfolgreiches Umsetzen unserer Vereinbarung? (Eine Minute)

– Welches Thema behandeln wir beim nächsten Meeting – was ist zur Vorbereitung dafür von uns zu tun? (Vier Minuten)

 

Diese Zeitwerte plus fünf Minuten Puffer sind Richtwerte. Die Erfahrung aus vielen Unternehmen zeigt, dass erstaunlich viele und gute Ideen in  dieser kurzen Zeit entstehen und vorangetrieben werden können.

 

Wenn Sie mit der Methode vertraut sind, werden Sie auf viele  weitere Ideen des Einsatzes kommen. Auch für die Arbeit mit Teams ist dieses moderierte Gespräch eine ausgezeichnete Methode, die als smart change® bekannt ist. Sie kommen weg von langem Gerede mit wenigen Ergebnissen. Professionell angepackt erreichen Sie ein hohes Maß an Beteiligung, eine Vielzahl an Ideen und eine große Bereitschaft, die Umsetzung aktiv voranzutreiben.

 

Keine Zeit – kein Erfolg. Kein Erfolg – keine Zeit! Mit den beschriebenen Methoden der Gesprächsführung durchbrechen Sie diesen Negativkreislauf. Sie nutzen Ihre Zeit effektiv im Angesicht knapper Zeitressourcen.

 

Ulrich Balde



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